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Antifa Workcamp 2007 - Bericht

Antifa Camp 2007 in Stukenbrock-Senne


Am vergangenen Wochenende fand wieder das jährliche antifa_workcamp in Stukenbrock-Senne, zwischen Bielefeld und Paderborn, statt. Insgesamt mehr als 120 Menschen nahmen trotz schlechten Wetters am dreitägigen Camp und den Veranstaltungen teil. Wie jedes Jahr trafen sich Antifas aus der Region so wie Interessierte aus ganz NRW am Antikriegstag neben dem Sowjetischen Soldatenfriedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlager StaLag 326. Neben dem aktiven Gedenken an die ca. 65.000 Toten von Stukenbrock kamen auch aktuelle Themen nicht zu kurz.

Auch wenn der erste Regen am Freitag schon kurz nach dem Aufbau des Camps einsetzte ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und konnten zum abendlichen Grillen bereits an die hundert Leute begrüßen. Die Veranstaltungen des Freitags bestanden zum einen aus einem Einführungsreferat in die Geschichte des StaLags und des NS bzw. Zweiten Weltkriegs allgemein. Zum anderen hielt ein Genosse von �Argumente und Kultur gegen Rechts� aus Bielefeld einen Vortrag zum Versuch der Rechten, insbesondere der NPD und der so genannten Freien Kameradschaften, die Frage nach sozialer Gerechtigkeit und antikapitalistischer Politik für sich zu vereinnahmen. So lächerlich wie dies nicht nur auf den ersten Blick erscheinen mag, so verhängnisvoll kann ein rechter Sozialpopulismus werden, da er sich in nationalistischen Konzepten, allen voran der �Volksgemeinschaft�, rassistischer Stereotype bedient und so verstärkt. Gerade die rechte Kritik an der kapitalistischen Globalisierung greift dabei auch auf Konstrukte des Antisemitismus zurück. Der Referent wies zu Recht darauf hin, dass eine linke Kapitalismuskritik mit derartigen Konzepten nichts zu tun haben darf und gerade die internationale Perspektive im Kampf für eine andere Welt aufgegriffen werden muss.

Der Samstag begann mit verschiedenen kleinen Workshops, bei denen Leute zu den Themen sprachen, die sie momentan interessieren, wie beispielsweise die soziale Frage oder die Funktion von Militanz für eine antifaschistische Politik. Die Ergebnisse wurden später im Plenum zusammengetragen. Nach der Möglichkeit zu einer Führung über den Friedhof, die auch einen Überblick über die deutsche Vergangenheitspolitik beinhaltete, fand um 15 Uhr die obligatorische Gedenkveranstaltung des Arbeitskreises �Blumen für Stukenbrock� vor ungefähr 300 Menschen statt. Der AK hatte auf Grund des 40. Jahrestages der Veranstaltung zuvor bereits eine offizielle Feierstunde im Kreishaus Gütersloh abgehalten. Auf der Nachmittagsveranstaltung traten als RednerInnen u. a. Annelie Buntenbach, Mitglied im Bundesvorstand des DGB und seit Jahren antifaschistisch tätig, und Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Links-Partei, auf. Allgemein waren die Reden von der Kritik am so genannten Krieg gegen den Terror, der Beteiligung der BRD an ihm und der Warnung vor einem Ignorieren von Rassismus und Antisemitismus geprägt. Keine der RednerInnen verzichtete zudem auf eine vehemente Kritik am skandalösen Umgang mit der Renovierung des Obelisken auf dem Friedhof, der seine ursprüngliche Form mit einer roten Fahne an der Spitze noch immer nicht zurückerhalten hat. Shame on you!

Annelie Buntenbach hielt eine sehr engagierte Rede, in der sie mit Verweis auf den aktuellen Skandal um einen Nazi-V-Mann des Verfassungsschutzes NRW zu dessen Abschaffung aufrief. (Wo wir ihr sicherlich alle zustimmen können.) Gregor Gysi plädierte ausdrücklich für eine Ächtung des Krieges als Mittel der Politik. Falls die Links-Partei jemals an der Regierung beteiligt sein sollte, werden wir ihn an seine Worte erinnern. Noch zu erwähnen sind ein Grußwort der noch lebenden ehemaligen Kriegsgefangenen, das Prof. Wladimir Naumow verlas, der als minderjähriger Zwangsarbeiter in Bielefeld im Mai 1945 an der Einweihung des Friedhofs teilgenommen hatte. Unsere Rede, ebenso wie noch mehr Fotos, werdet Ihr die Tage auf unserer homepage ansehen können.

Das nachmittägliche Fußballspiel gewann übrigens völlig überraschend und sehr deutlich Gütersloh mit fünf zu eins gegen Bielefeld- lilalo, Gütersloh!

Da leider unsere geplante Abendveranstaltung zu linker Kapitalismuskritik kurzfristig abgesagt werden musste verschoben wir unser Zeitzeugengespräch auf diesen späteren Termin. Dieses Jahr durften wir hierzu Martin Goldstein begrüßen, der als Jugendlicher in Bielefeld aufwuchs und als so genannter Halb-Jude verfolgt wurde. Nur durch sein Untertauchen im Teutoburger Wald konnte er sich vor der Deportation retten. Nach dem Krieg kam Martin Goldstein übrigens unter seinem Pseudonym zu größter Berühmtheit: er war der Original Dr. Sommer der Bravo.

Nach einer wie immer zu kurzen Nacht stand am Sonntag neben dem gemeinsamen Abbau des Camps noch eine Abschlussrunde und der Besuch der Dokumentationsstätte des StaLag 326 auf dem Programm. Alles in allem eine wieder mal gelungene Veranstaltung. Und nächstes Jahr wird sie noch besser, versprochen!

6.9.07 21:18
 


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