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Kalter krieg in Stukenbrock?

Wann weht die rote Fahne wieder? Das fragte sich auch das antifaschistische Kreisplenum Gütersloh und verfasste folgende Erklärung:

Auf dem Gelände des Sowjetischen Soldatenfriedhofs im ostwestfälischen Stukenbrock-Senne, also zwischen Bielefeld und Paderborn, spielt sich eine groteske Wiederbelebung des antikommunistischen Kalten Krieges ab. Im Mittelpunkt steht das von Überlebenden des Kriegsgefangenenlagers StaLag 326 errichtete Mahnmal. (Foto)


Während des Zweiten Weltkrieges durchliefen unzählige Kriegsgefangene, allen voran die der sowjetischen Roten Armee, das so genannte Stammlager 326 in Stukenbrock-Senne. Nach wissenschaftlichen Schätzungen und Berichten der Überlebenden wurden an die 65.000 Menschen an jenem Ort ermordet. Auch wenn dieser Massenmord nicht planmäßig und industriell verlief, sondern die Menschen an Unterernährung, Krankheiten und generell den schrecklichen Zuständen im Lager starben, ist Stukenbrock zumindest in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion zu einen Synonym für die barbarischen Verbrechen des deutschen Faschismus geworden. Der bei der Befreiung durch die vorrückende US-Army am 2. April 1945 anwesende Kriegsberichterstatter John M. Mecklin schrieb in seinem Artikel folgendes: „If any Americans who were here today had not learned to hate the Germans, they have learned it now. It is hard for an American to believe that such a place could exist. It is a place of filth and wrecthedness, so vile that several of our troops were sick to their stomachs. An average of 15 to 20 men have been dying here every day for three years of starvation. This is a place to remember when Nazism is brought to an accounting.“ Zum Andenken an ihre getöteten Kameraden legten die Überlebenden im April/Mai 1945 einen Friedhof an mit einem Obelisken als Denkmal. Die Spitze bestand aus einer roten Fieberglasfahne mit Hammer und Sichel; die damalige Fahne der Sowjetunion als dem Staat ihrer Herkunft. Der Friedhof fiel schon kurz nach dem Ende des Krieges dem Vergessen anheim, so wie die Geschichte des NS generell ausgeblendet wurde in der neu gegründeten BRD. Im Zeichen des aufziehenden Kalten Krieges stand der Feind mal wieder im Osten. In diesem politischen Klima ordnete Ende der 1950er Jahre die damalige Bezirksregierung die Entfernung der Fahne an. Freilich nicht nur, denn eigentlich sollte der ganze Friedhof verschwinden, wogegen jedoch die britischen Besatzungsverwaltung Einspruch erhob. Schließlich war die Sowjetunion Teil der Anti-Hitler-Koalition gewesen. An die Spitze des Obelisken setzte man nun ein orthodoxes Kreuz. Aber nicht alle Soldaten der Roten Armee gehörtem diesem Glauben an oder waren überhaupt gläubig. Dieses Kreuz steht dort bis zum heutigen Tag.

Im Jahr 2004 ersuchten einige Überlebende des StaLag 326 den Arbeitskreis (AK) „Blumen für Stukenbrock“, der seit 1967 jeweils am ersten Septemberwochenende eine Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof organisiert, sich für die Wiederherstellung des Obelisken in seinen Ursprungszustand einzusetzen. Mit dem 60. Jahrestag der Befreiung des Stalag am 2.4.2005 trat der AK damit an die Öffentlichkeit und an die zuständigen öffentlichen Stellen in der Landes- und Bezirksregierung. Nach einigem Hin und Her und Gesprächen u.a. mit Vertretern der russisch-orthodoxen Kirche sah alles nach einem guten Ende aus. Aber weit gefehlt. Wie zugesichert wurde das Denkmal nun rechtzeitig zur Gedenkveranstaltung am 1.9. restauriert, bis auf eine Kleinigkeit: die rote Fahne. Auf Anfragen des AKs versuchen sich die betreffenden Stellen zur Zeit herauszureden. Entweder sind sie nicht zuständig oder es wird auf rechtliche Bedenken hingewiesen, weiterer Gesprächsbedarf angemahnt oder aber die Entscheidung der vorherigen rot-grünen Landesregierung durch den damaligen Bauminister Vesper als nicht Rechtens bezeichnet. Auf die Fahne selber und den Wunsch der Überlebenden geht man mit keiner Silbe ein. Kann es wirklich sein, dass mit der Wahl der jetzigen schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf wieder das Klima des Kalten Krieges Einzug hält? Oder sind die zuständigen Stellen einfach nur inkompetent? Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Mit anderen Worten: Beides!

Wir, als Antifaschistisches Kreisplenum Gütersloh und Veranstalter des jährlichen antifa_workcamps in Stukenbrock-Senne, unterstützen das Ansinnen des AKs und fordern die Landes- sowie die Bezirksregierung dazu auf, dem Wunsch der Überlebenden des StaLag 326 unverzüglich nachzukommen und das von ihnen errichtete Denkmal wieder in seinen Ursprungszustand zu versetzen! Kein Vergeben, kein Vergessen!

Abschließend sei nochmals auf unser antifa_workcamp vom 31.8. bis 2.9. neben dem Sowjetischen Soldatenfriedhof hingewiesen. Dort wird es u.a. ein Zeitzeugengespräch mit dem als so genannten Halb-Juden verfolgten Martin Goldstein, besser bekannt unter seinem späteren Pseudonym „Dr. Sommer“, geben. Die sonstigen Veranstaltungen stehen dieses Jahr unter dem Motto „Soziale Frage?!“. Weitere Infos auf antfa-workcamp.de.vu

29.8.07 19:12
 


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