Antikapitalistische Demonstration in Essen 5.1.2008
Die Festung Europa, welche von unseren den, mehr oder weniger demokratisch gewählten Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten, immer festere Mauern bekommt, wird weiter von den kapitalistischen Großunternehmern und der Rüstungsindustrie nach ihren menschenverachtenden Vorstellungen ausgebaut und verstärkt. Dabei wird das Wort Globalisierung dazu genutzt, Lohndumping, Produktion in Billiglohnländern und damit verbundener Ausbeutung und Unterdrückung der Menschen in den jeweiligen Regionen, zu begründen. Als zum Beispiel beim Streik der Lokführer im Herbst 2007 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlassen worden, nur weil sie streikten und der Bahnvorstand somit gegen das Gesetz verstoß, war in der Springerpresse und anderen, vom Staat und den kapitalistischen Großunternehmen gelenkten Medien, kaum etwas davon zu lesen. Diese Medien bekommen vom Staat und den kapitalistischen Großunternehmen dafür noch Subventionen und Hilfen, um ihren Reichtum noch zu mehren und kleine, unabhängige Tageszeitungen nach und nach zu verschwinden zu lassen. Die damit verbundene Unterdrückung, Verdummung und Ausbeutung des Proletariats, bzw. der „kleinen Leute“, wird dabei nicht beachtet, nein sogar öffentlich gefordert und gefördert. In dieses kapitalistische Weltbild, passen natürlich keine Geringverdiener oder Arbeitslose oder gar von Politikern der BRD gern als „Fremdarbeiter“ betitelte Menschen mit Migrationshintergrund. Neben all diesen Menschen, die nicht in ihre Ordnung passen, sind auch politische Gegner, so wie ALLE Teilnehmer, der Demonstration, für die dieser Aufruf ist, eine Gefahr für eben jenes widerliche System, für das diese Menschen einstehen. Was das für Folgen haben kann, war erst wieder im Sommer 2007 an der Ostsee zu sehen. In Rostock werden alle Demonstrantinnen und Demonstranten mit Wasserwerfer, die mit CS-Gas versetzt waren, beschossen, von Polizistinnen und Polizisten mit Knüppeln verletzt und letztendlich festgenommen. Danach werden sie stunden- und tagelang in Käfigen gehalten, anders kann mensch es nicht nennen. Sie haben kein fließend Wasser, haben keine Privatsphäre und das Licht war auch 24 Stunden am Tag an. Damit haben die Veranstalter des G8-Gipfels und die Polizistinnen und Polizisten, die eben jenen im Auftrag von Staat und Kapital geschützt haben, Menschenrechte verletzt. Menschenrechte? Es ist heute vielleicht nicht mehr „in“ oder „trendy“ diese einzufordern, aber sind sie doch der Anlass dieser Demonstration. Flüchtlingen und politisch Verfolgten werden diese Woche für Woche und Tag für Tag genommen. Sie werden aus der Festung Europa abgeschoben und unter unmenschlichen Bedingungen in Abschiebeknästen festgehalten, um danach in ihre Heimatländer, in denen sie verfolgt werden, abtransportiert zu werden. Dort werden sie gefoltert, um anschließend in kapitalistischen und imperialistischen Kriegen ermordet werden. Dieser Zustand ist nicht weiter hinnehmbar. Bleiberecht für jeden Menschen, immer und überall. Diese kapitalistische Vorgehensweise fördert Kriege, imperialistische Gedanken, den Hass auf andere Religionen und Kulturen und weitgreifende staatliche Repressionen für nicht staatskonforme Menschn. Dieser Hass ist die Grundlage für den Faschismus, der sich immer mehr untergründig in unserer Gesellschaft aufbaut und verbreitet. Gab es doch hier in NRW, schon genügend Beispiele dafür. Neben dem Kampf gegen Kapitalismus, Staaten und dogmatische Religionen, darf der Antifaschismus, niemals zu kurz kommen, mögen die Nazis auch noch so alternativ und militant auftreten, wir lassen uns nicht einschüchtern! Genau aus diesem Grund muss Antikapitalismus ein bedeutender Teil des antifaschistischen Kampfes sein, denn hinter den Faschisten steht heute, wie damals das Kapital und deshalb fordern wir: Staat, Kapital und deren Freunden die Berechtigung entziehen! Die Festung Europa sprengen! Antikapitalismus ist antifaschistisch!
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