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Anti-Antifa Akte: Neonazis erhielten Polizeifotos politischer Gegner

Dass Neonazis persönliche Daten politischer Gegner sammeln und unter Gleichgesinnten verbreiten, ist nicht neu. Beunruhigend allerdings, dass ihnen in Sachsen auch Polizeiakten über linke Aktivisten zugespielt wurden. Die Landesregierung rätselt über das Leck.

Dresden/Hamburg - Es ist eine Datensammlung, die wie eine private Fahndungsliste anmutet: Rund 150 Namen sind in der sogenannten "Anti-Antifa-Akte" aufgeführt, Personen aus der linken Szene, Gewerkschafter, Mitglieder linker Parteien, versehen mit Geburtsdaten, oft auch mit Fotos. Sächsische Neonazis haben das Register ihrer vermeintlichen politischen Gegner aus dem Dresdner Raum im vergangenen Jahr zusammengestellt.

Zum ersten Mal tauchte die ominöse Akte Anfang 2007 auf. Sie war einer antifaschistischen Gruppe in der sächsischen Landeshauptstadt zugesandt worden, diese hatte sie öffentlich gemacht. Dass Neonazis persönliche Daten von Bürgern sammeln, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus engagieren, und diese zum Teil auch im Internet veröffentlichen, ist an sich nicht neu. Doch in diesem Fall hatten die Autoren der Liste hochbrisantes Material verarbeitet.

Das sächsische Justizministerium bestätigte nun in der schriftlichen Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Johannes Lichdi, dass sich in der "Anti-Antifa-Akte" Material aus polizeilichen Ermittlungsakten fand. Darunter seien erkennungsdienstliche Fotos von 37 Personen und Videoprints aus Einsatzvideos der Polizei von neun weiteren Personen, heißt es in dem von Justizminister Geert Mackenroth (CDU) Papier. Die Bilder wurden demnach aus Ermittlungsakten kopiert. Nicht bekannt sei, ob die auf der überwiegenden Zahl der Aufnahmen vermerkten Namen, Geburtsdaten und -orte der Betroffenen ebenfalls aus den Polizeiakten stammten.

Wie die Akten in die Hände der Rechtsextremisten gelangt sind, darüber rätseln die Landesregierung und die betroffenen Behörden. "Es konnte nicht festgestellt werden, wie die Kopien aus den Ermittlungsakten in die sogenannte 'Anti-Antifa-Akte' gelangten", heißt es in der Reaktion des Justizministeriums.

NPD-Informant im LKA?

Grünen-Politiker Lichdi bekräftigte einen bereits früher geäußerten Verdacht: Rechtsextremisten könnten gezielt Strafanzeigen gegen politische Gegner gestellt haben, um dann durch Akteneinsicht an Informationen über diese heranzukommen. Es stelle sich die Frage, ob Anwälte der rechten Szene den Extremisten gezielt zuarbeiteten, so Lichdi.

Der Abgeordnete sprach von "skandalösen Vorgängen", die Mackenroth künftig ausschließen müsse. "Dass man sich im Justizministerium nicht erklären kann, wie die Rechtsextremisten an Bilder, Namen und Geburtsdaten gelangen konnten, offenbart eine Sicherheitslücke, die dringend geschlossen werden muss."

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass auch die sächsische NPD-Fraktion über Informanten im Landeskriminalamt (LKA) verfügt. Der NPD-Abgeordnete Winfried Petzold hatte sich in Kleinen Anfragen zur Organisierten Kriminalität auf interne Papiere des LKAs bezogen, die nur der Generalstaatsanwaltschaft, das Innenministerium und das Polizeipräsidium in Chemnitz erhalten hatten.

phw

www.spiegel.de am 11.10.07 15:26


V-Mann Affäre in NRW

Für diejenigen, die es noch nicht in der Zeitung gelesen haben, eine kleine Zusammenfassung

Angefangen hat alles mit einem Prozess wegen eines Raubüberfalls gegen einen Dortmunder aus der dortigen Neonazi-Szene.

In diesem Prozess sagte Robin Sch. aus, dass er die Waffe, mit der er einen Kunden niedergeschossen hatte, von Sebastian S. bekommen habe, welcher ihn auch zu dem Überfall angestiftet habe.

Dieser Sebastian S. wiederum war über Jahre hinweg einer der Drahtzieher der rechtsextremen Musikszene in NRW und zugleich V-Mann des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes.

Bei den Ermittlungen der Bielefelder Staatsanwaltschaft gegen Sebastian S. wegen Drogenhandels scheint es nun zu einer Justizpanne, wie es der Verfassungsschutz nennt, gekommen zu sein.

Ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes soll ihn vor den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gewarnt haben. Dies geschah jedoch wohl etwas zu spät, denn das Telefon von Sebatian S. wurde bereits von der Polizei abgehört.

Um das Desaster für die Schlapphüte des Verfassungsschutzes nun komplett zu machen, bekam auch der rechte Anwalt André Pickert Einsicht in eine Gerichtsakte, aus der nicht nur hervorging, dass Sebatian S. ein V-Mann war, außerdem fanden sich dort Namen von 12 weiteren V-Männer innerhalb der ostwestfälischen Neonazi-Szene.

Diese Affäre hat die Neonazi-Szene in NRW in helle Aufregung versetzt. Kein Wunder, wo doch eine Anzahl von 12 übrigen V-Männern impliziert, dass fast jeder Nazi in OWl im Dienste der Schlapphüte steht.

Obwohl diese Justizpanne dem Verfassungsschutz und der Neonazi-Szene gerade zu schaffen macht, gibt sie regionalen AntifaschistInnen fast eher einen Grund zu grübeln. Denn zum einen war Sebastian S. auch im Waffenhandel tätig, was dem Verfassungsschutz bewusst gewesen sein muss, und soll versucht haben die Dortmunder Neonazi-Szene aufzurüsten. Hat er diese Waffen möglicherweise von Mitarbeitern des Verfassungschutzes bekommen? Dabei ist bekannt, dass die Dortmunder Szene als besonders gewalttätig gilt.

Zum anderen lässt sich durch die Verquickung von Verfassungsschutzmitarbeitern und Neonazis eventuell auch die Taten- bzw. Hilflosigkeit der Justiz gegenüber der Neonazi-Szene in OWL erklären. Einige Protagonisten der Nazi-Szene scheinen gar keine Sanktionen der Justiz mehr fürchten zu müssen, was daran liegen könnte, dass sie ebenfalls auf irgendwelchen Gehaltslisten stehen.

Weitere Informationen zum Thema findet Ihr in der aktuellen Ausgabe der Jungle-World, bei www.hiergeblieben.de oder Indymedia.

Courage gegen Rechts am 4.10.07 22:06


Angeblich hat Jürgen Rieger nun doch den Bahnhof von Melle für 700.000 Euro gekauft.

Spiegel Online berichtet heute, dass Nazianwalt Jürgen Rieger nun doch den Bahnhof von Melle (Osnabrücker Land) gekauft hat. Dies habe heute Melles Stadtrat Stefan Junkermann dem Online-Magazin bestätigt.

Bisher war allgemein davon ausgegangen worden, dass es sich bei den Verhandlungen zwischen Rieger und dem Verkäufer Stephan Schimweg lediglich um eine Finte gehandelt habe, die für diesen den Kaufpreis der Immobilie hochtreiben sollte. Nun soll Rieger das Gebäude mit geschätztem Marktwert von 200.000 Euro für schlappe 700.000 Euro erstanden haben.

Sollte der Kauf wirklich rechtskräftig werden, wird befürchtet, dass Rieger versuchen wird, ein Schulungszentrum für sich und seine Nazi-Kameraden dort einzurichten.

Die Attraktivität des Gebäudes für Rieger ist offensichtlich: Kriegen Nazis mit Schulungszentren in den Ballungszentren der Region kein Bein an die Erde, sind sie sich der günstigen Bedingungen in ländlichen Bereichen sehr bewusst. Durch die unmittelbare Anbindung der Immobilie an die Bahnverbindung zwischen Bielefeld und Osnabrück verfügt sie zusätzlich um einen bedeutenden logistischen Vorzug für den Betrieb eines Schulungszentrums.

Courage gegen Rechts am 4.10.07 22:05


Vortrag zum 40. Todestag von Ernesto „Che“ Guevara

Hart sein, ohne je die Zärtlichkeit zu verlieren

Vortrag zum 40. Todestag von Ernesto „Che“ Guevara

Tobias Kriele berichtet welche Lehren aus dem Leben und dem Kampf des Che Guevara zu ziehen sind und wie wichtig es ist, aufmerksam für Ausbeutung und Unterdrückung zu sein, die der Imperialismus produziert. Er lehrte uns aber auch, dass es unabdingbar ist, die gesellschaftlichen Verhältnisse theoretisch zu erfassen, die dieses Elend immer wieder aufs Neue hervorbringen. Es sind die kapitalistischen Verhältnisse, die überwunden werden müssen, um das Elend zu beenden. Um dies zu erreichen, braucht es neben Mut und Leidenschaft eine theoretische Basis und eine organisierte Kraft.

Che Guevara hat erkannt, dass die Befreiung aus der Barbarei nur in der internationalistischen Einheit der Unterdrückten möglich ist und dass dieser Internationalismus in der Praxis konkret werden muss.

Das Vermächtnis des Che Guevara verlangt nach einer bedingungslosen Solidarität mit dem sozialistischen Kuba und nach einer Verstärkung des internationalen Kampfes für die Befreiung der Welt von Kapitalismus und Imperialismus.


Wann : 25. September 2007 von 19 – ca 20:30 Uhr

Wo : Gaststätte Nordpol Marienfelder Str. 5

Der Vortrag wird gehalten von Tobias Kriele der seit einigen Jahren in Havana lebt und studiert.

Veranstalter ist die SDAJ Gütersloh

Der Eintritt ist natürlich kostenlos.
SDAJ Gütersloh am 24.9.07 21:02


Neun Nazis wurden kurz nach dem Angriff festgenommen

Am Donnerstag, den 6. September, versuchten mehrere Nazis in Detmold-Berlebeck eine Veranstaltung der Journalistin Andrea Röpke zu stören. Die Journalistin hat in der Vergangenheit zum Thema "Heimattreuer deutscher Jugend" (HDJ) recherchiert und stellte, im Rahmen der Antifa-Action-Days, ihre Ergebnisse vor.


Gegen Ende der Veranstaltung versuchten Nazis diese zu stören, indem sie Rauchbomben auf den Platz vor der Papiermühle warfen, in der die Veranstaltung stattfand. Ohne sich zu zeigen, geschweige denn etwas zu rufen, ergriffen sie die Flucht. Einige AntifaschistInnen versuchten die flüchtigen Täter zu stellen, wobei ihnen die Polizei, da motorisiert, jedoch zuvor kam.
Neidlos mussten die AntifaschistInnen anerkennen, dass Weglaufen wohl eine der Stärken der Nazis zu sein scheint, das Verstecken jedoch weniger. Kurz bevor die Antifas die Nazis einholen konnten, schnappte die Polizei den ersten Nazi. Er hatte versucht sich in einem Straßengraben zu verstecken. Pech für ihn, dass dieser Graben nicht tiefer als 30 cm war und dazu noch unterhalb einer Straßenlaterne lag.
Die anderen Täter konnten vorerst entkommen, da die Polizei nun lieber die anwesende Presse bei ihrer Arbeit behinderte und Personalien der Veranstaltungsbesucher aufnahm, statt den Nazis zu folgen.

Im Laufe des Abends konnte die Polizei jedoch neun Tatverdächtige festnehmen, die zur Naziszene gehören. Sie kommen aus Detmold, Gütersloh, Verl und Bad Salzuflen. Mehr Infos findet Ihr unter: www.hiergeblieben.de

Courage gegen Rechts am 22.9.07 10:44


Antifa Workcamp 2007 - Bericht

Antifa Camp 2007 in Stukenbrock-Senne


Am vergangenen Wochenende fand wieder das jährliche antifa_workcamp in Stukenbrock-Senne, zwischen Bielefeld und Paderborn, statt. Insgesamt mehr als 120 Menschen nahmen trotz schlechten Wetters am dreitägigen Camp und den Veranstaltungen teil. Wie jedes Jahr trafen sich Antifas aus der Region so wie Interessierte aus ganz NRW am Antikriegstag neben dem Sowjetischen Soldatenfriedhof des ehemaligen Kriegsgefangenenlager StaLag 326. Neben dem aktiven Gedenken an die ca. 65.000 Toten von Stukenbrock kamen auch aktuelle Themen nicht zu kurz.

Auch wenn der erste Regen am Freitag schon kurz nach dem Aufbau des Camps einsetzte ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und konnten zum abendlichen Grillen bereits an die hundert Leute begrüßen. Die Veranstaltungen des Freitags bestanden zum einen aus einem Einführungsreferat in die Geschichte des StaLags und des NS bzw. Zweiten Weltkriegs allgemein. Zum anderen hielt ein Genosse von �Argumente und Kultur gegen Rechts� aus Bielefeld einen Vortrag zum Versuch der Rechten, insbesondere der NPD und der so genannten Freien Kameradschaften, die Frage nach sozialer Gerechtigkeit und antikapitalistischer Politik für sich zu vereinnahmen. So lächerlich wie dies nicht nur auf den ersten Blick erscheinen mag, so verhängnisvoll kann ein rechter Sozialpopulismus werden, da er sich in nationalistischen Konzepten, allen voran der �Volksgemeinschaft�, rassistischer Stereotype bedient und so verstärkt. Gerade die rechte Kritik an der kapitalistischen Globalisierung greift dabei auch auf Konstrukte des Antisemitismus zurück. Der Referent wies zu Recht darauf hin, dass eine linke Kapitalismuskritik mit derartigen Konzepten nichts zu tun haben darf und gerade die internationale Perspektive im Kampf für eine andere Welt aufgegriffen werden muss.

Der Samstag begann mit verschiedenen kleinen Workshops, bei denen Leute zu den Themen sprachen, die sie momentan interessieren, wie beispielsweise die soziale Frage oder die Funktion von Militanz für eine antifaschistische Politik. Die Ergebnisse wurden später im Plenum zusammengetragen. Nach der Möglichkeit zu einer Führung über den Friedhof, die auch einen Überblick über die deutsche Vergangenheitspolitik beinhaltete, fand um 15 Uhr die obligatorische Gedenkveranstaltung des Arbeitskreises �Blumen für Stukenbrock� vor ungefähr 300 Menschen statt. Der AK hatte auf Grund des 40. Jahrestages der Veranstaltung zuvor bereits eine offizielle Feierstunde im Kreishaus Gütersloh abgehalten. Auf der Nachmittagsveranstaltung traten als RednerInnen u. a. Annelie Buntenbach, Mitglied im Bundesvorstand des DGB und seit Jahren antifaschistisch tätig, und Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Links-Partei, auf. Allgemein waren die Reden von der Kritik am so genannten Krieg gegen den Terror, der Beteiligung der BRD an ihm und der Warnung vor einem Ignorieren von Rassismus und Antisemitismus geprägt. Keine der RednerInnen verzichtete zudem auf eine vehemente Kritik am skandalösen Umgang mit der Renovierung des Obelisken auf dem Friedhof, der seine ursprüngliche Form mit einer roten Fahne an der Spitze noch immer nicht zurückerhalten hat. Shame on you!

Annelie Buntenbach hielt eine sehr engagierte Rede, in der sie mit Verweis auf den aktuellen Skandal um einen Nazi-V-Mann des Verfassungsschutzes NRW zu dessen Abschaffung aufrief. (Wo wir ihr sicherlich alle zustimmen können.) Gregor Gysi plädierte ausdrücklich für eine Ächtung des Krieges als Mittel der Politik. Falls die Links-Partei jemals an der Regierung beteiligt sein sollte, werden wir ihn an seine Worte erinnern. Noch zu erwähnen sind ein Grußwort der noch lebenden ehemaligen Kriegsgefangenen, das Prof. Wladimir Naumow verlas, der als minderjähriger Zwangsarbeiter in Bielefeld im Mai 1945 an der Einweihung des Friedhofs teilgenommen hatte. Unsere Rede, ebenso wie noch mehr Fotos, werdet Ihr die Tage auf unserer homepage ansehen können.

Das nachmittägliche Fußballspiel gewann übrigens völlig überraschend und sehr deutlich Gütersloh mit fünf zu eins gegen Bielefeld- lilalo, Gütersloh!

Da leider unsere geplante Abendveranstaltung zu linker Kapitalismuskritik kurzfristig abgesagt werden musste verschoben wir unser Zeitzeugengespräch auf diesen späteren Termin. Dieses Jahr durften wir hierzu Martin Goldstein begrüßen, der als Jugendlicher in Bielefeld aufwuchs und als so genannter Halb-Jude verfolgt wurde. Nur durch sein Untertauchen im Teutoburger Wald konnte er sich vor der Deportation retten. Nach dem Krieg kam Martin Goldstein übrigens unter seinem Pseudonym zu größter Berühmtheit: er war der Original Dr. Sommer der Bravo.

Nach einer wie immer zu kurzen Nacht stand am Sonntag neben dem gemeinsamen Abbau des Camps noch eine Abschlussrunde und der Besuch der Dokumentationsstätte des StaLag 326 auf dem Programm. Alles in allem eine wieder mal gelungene Veranstaltung. Und nächstes Jahr wird sie noch besser, versprochen!

Antifa Work Camp am 6.9.07 21:18


Kalter krieg in Stukenbrock?

Wann weht die rote Fahne wieder? Das fragte sich auch das antifaschistische Kreisplenum Gütersloh und verfasste folgende Erklärung:

Auf dem Gelände des Sowjetischen Soldatenfriedhofs im ostwestfälischen Stukenbrock-Senne, also zwischen Bielefeld und Paderborn, spielt sich eine groteske Wiederbelebung des antikommunistischen Kalten Krieges ab. Im Mittelpunkt steht das von Überlebenden des Kriegsgefangenenlagers StaLag 326 errichtete Mahnmal. (Foto)


Während des Zweiten Weltkrieges durchliefen unzählige Kriegsgefangene, allen voran die der sowjetischen Roten Armee, das so genannte Stammlager 326 in Stukenbrock-Senne. Nach wissenschaftlichen Schätzungen und Berichten der Überlebenden wurden an die 65.000 Menschen an jenem Ort ermordet. Auch wenn dieser Massenmord nicht planmäßig und industriell verlief, sondern die Menschen an Unterernährung, Krankheiten und generell den schrecklichen Zuständen im Lager starben, ist Stukenbrock zumindest in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion zu einen Synonym für die barbarischen Verbrechen des deutschen Faschismus geworden. Der bei der Befreiung durch die vorrückende US-Army am 2. April 1945 anwesende Kriegsberichterstatter John M. Mecklin schrieb in seinem Artikel folgendes: „If any Americans who were here today had not learned to hate the Germans, they have learned it now. It is hard for an American to believe that such a place could exist. It is a place of filth and wrecthedness, so vile that several of our troops were sick to their stomachs. An average of 15 to 20 men have been dying here every day for three years of starvation. This is a place to remember when Nazism is brought to an accounting.“ Zum Andenken an ihre getöteten Kameraden legten die Überlebenden im April/Mai 1945 einen Friedhof an mit einem Obelisken als Denkmal. Die Spitze bestand aus einer roten Fieberglasfahne mit Hammer und Sichel; die damalige Fahne der Sowjetunion als dem Staat ihrer Herkunft. Der Friedhof fiel schon kurz nach dem Ende des Krieges dem Vergessen anheim, so wie die Geschichte des NS generell ausgeblendet wurde in der neu gegründeten BRD. Im Zeichen des aufziehenden Kalten Krieges stand der Feind mal wieder im Osten. In diesem politischen Klima ordnete Ende der 1950er Jahre die damalige Bezirksregierung die Entfernung der Fahne an. Freilich nicht nur, denn eigentlich sollte der ganze Friedhof verschwinden, wogegen jedoch die britischen Besatzungsverwaltung Einspruch erhob. Schließlich war die Sowjetunion Teil der Anti-Hitler-Koalition gewesen. An die Spitze des Obelisken setzte man nun ein orthodoxes Kreuz. Aber nicht alle Soldaten der Roten Armee gehörtem diesem Glauben an oder waren überhaupt gläubig. Dieses Kreuz steht dort bis zum heutigen Tag.

Im Jahr 2004 ersuchten einige Überlebende des StaLag 326 den Arbeitskreis (AK) „Blumen für Stukenbrock“, der seit 1967 jeweils am ersten Septemberwochenende eine Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof organisiert, sich für die Wiederherstellung des Obelisken in seinen Ursprungszustand einzusetzen. Mit dem 60. Jahrestag der Befreiung des Stalag am 2.4.2005 trat der AK damit an die Öffentlichkeit und an die zuständigen öffentlichen Stellen in der Landes- und Bezirksregierung. Nach einigem Hin und Her und Gesprächen u.a. mit Vertretern der russisch-orthodoxen Kirche sah alles nach einem guten Ende aus. Aber weit gefehlt. Wie zugesichert wurde das Denkmal nun rechtzeitig zur Gedenkveranstaltung am 1.9. restauriert, bis auf eine Kleinigkeit: die rote Fahne. Auf Anfragen des AKs versuchen sich die betreffenden Stellen zur Zeit herauszureden. Entweder sind sie nicht zuständig oder es wird auf rechtliche Bedenken hingewiesen, weiterer Gesprächsbedarf angemahnt oder aber die Entscheidung der vorherigen rot-grünen Landesregierung durch den damaligen Bauminister Vesper als nicht Rechtens bezeichnet. Auf die Fahne selber und den Wunsch der Überlebenden geht man mit keiner Silbe ein. Kann es wirklich sein, dass mit der Wahl der jetzigen schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf wieder das Klima des Kalten Krieges Einzug hält? Oder sind die zuständigen Stellen einfach nur inkompetent? Vermutlich liegt die Wahrheit in der Mitte. Mit anderen Worten: Beides!

Wir, als Antifaschistisches Kreisplenum Gütersloh und Veranstalter des jährlichen antifa_workcamps in Stukenbrock-Senne, unterstützen das Ansinnen des AKs und fordern die Landes- sowie die Bezirksregierung dazu auf, dem Wunsch der Überlebenden des StaLag 326 unverzüglich nachzukommen und das von ihnen errichtete Denkmal wieder in seinen Ursprungszustand zu versetzen! Kein Vergeben, kein Vergessen!

Abschließend sei nochmals auf unser antifa_workcamp vom 31.8. bis 2.9. neben dem Sowjetischen Soldatenfriedhof hingewiesen. Dort wird es u.a. ein Zeitzeugengespräch mit dem als so genannten Halb-Juden verfolgten Martin Goldstein, besser bekannt unter seinem späteren Pseudonym „Dr. Sommer“, geben. Die sonstigen Veranstaltungen stehen dieses Jahr unter dem Motto „Soziale Frage?!“. Weitere Infos auf antfa-workcamp.de.vu

JAG am 29.8.07 19:12


no justice - no peace!

Demonstration in Berlin gegen den deutschen Polizeistaat.

Am 22.9.2007 findet am Pariser Platz (S-Bahnhof Unter den Linden), in Berlin eine Demonstration unter dem Motto Freiheit statt Angst - Stoppt die Vorratsdatenspeicherung statt.
Einen linksradikalen Block wird es unter dem Motto No Justice No Peace - Kein Friede mit dem deutschen Polizeistaat geben.

http://keinfriede.blogsport.de/

http://www.freiheitstattangst.de/

JAG am 29.8.07 19:10


Kundgebung gegn den Rudolf Hess Gedenktag

Am Samstag den 18.8.2007 ist es mal wieder soweit, tausende von Neonazis wollen zum gedenken Rudolf Hess maschieren. dies wollen sie europa Weit tun und besonders in deutschland wird dieses passieren, doch diesmal wollen wir die Menschen aufklären. Darum veranstaltet die Courage gegen Rechts eine Antifaschistische Kundgebeung in Gütersloh. Unsere Kundgebung ist am Samstag, den 18.08. ab 10.00 Uhr in der Gütersloher Innenstadt angemeldet. Dort gibt es viele Infos und verschiedene Redebeitraege zu Wunsiedel und der ostwestfaelischen Neonaziszene. Eine Ausstellung zum Thema ist ebenfalls geplant.

by Mob 

antifaherzebrock am 16.8.07 19:49


Schweiz: Anschlag auf Antifafestival

Am 4.August entgingen die 1500 Besucher des zweiten Antifafestivals in der Berner Reitschule nur knapp einem Mordanschlag. Gerade noch rechtzeitig wurde ein Rucksack mit Brandbomben gefunden, der in der Großen Halle, einem geschlossenem Raum, deponiert und mit einem Zeitzünder versehen war. Wenige Minuten nachdem die Bombe ins Freie gebracht wurde zündete sie. Zeugen berichten von einer 4-5 Meter hohen Stichflamme und einem Feuerball mit einem Durchmesser von etwa 9 Metern.

Dies ist schon der zweite versuchte Mordanschlag auf Schweizer Nazigegner binnen einer Woche. Bereits drei Tage zuvor war bei einem Festakt ein Sprengsatz explodiert. Auch hier wurde nur durch Glück niemand verletzt.

"Offenbar gibt es in der Schweiz militante Nazistrukturen, die über die erforderlichen Fähigkeiten und die notwendige Logistik zur Durchführung von Anschlägen dieser Qualität verfügen", heisst es in einer Einschätzung des Festivalteams.

by Antifa.de 

antifaherzebrock am 12.8.07 15:32


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